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Wir sehen rot – leider nicht so rot, wie wir gerne würden

Wir haben ein paar Tage frei und konnten daher heute schon die erste fertig verputzte Außenwand in Augenschein nehmen. Der erste Probeanstrich auf einer Styroporplatte hat uns nicht so überzeugt. Wir wollten exakt die Farben Gelb und Rot des Musterhauses, daher hat der Malerchef die Farbe mit einem Scanner eingescannt und danach bestellt. Das Gelb ist schön, aber die Putzgrundierung für den roten Teil der Fassade, die schon letzte Woche angebracht wurde, sieht deutlich heller als der Wunschfarbton aus. Okay dachten wir, der Putz hat vielleicht die endgültige, gewünschte Farbe. Heute nun die Erkenntnis, dass auch der Rotton des Putzes heller ist als gewünscht. Wir sind extra mit einem Farbklecks heute Nachmittag noch mal zum Musterhaus gefahren, um zu vergleichen.

Nordteil ist rot, Südteil ist gelb
Farbe vor dem Putzen
Eher Orange als Rot
Eher Orange
Der Gelbton ist okay
Gelb ist okay
Falsche Farbe: Statt 24.18.24 ist es 24.18.18
Falsche Farbe

Und vor Ort ganz klar die Erkenntnis: das kräftige Rot des Vorbildes ist viel schöner. Also haben wir dem Glauben an den Farbscanner abgeschworen und Frau Bölck angerufen, die sich sofort in die Spur begab. Der Rückruf dauerte nicht lange: der Malerchef konnte sich das nicht erklären und wollte sich die Sache persönlich ansehen kommen. Zurück an unserem Haus, kamen dann abends die Malerjungs vorbei, um einen Blick auf die weiteren noch bereit stehenden Putzfarbeimer zu werfen. Und nun des Rätsels Lösung: Lediglich zwei der ca. 20 Eimer beinhalteten den korrekten Rotton. Die anderen (mit denen die Maler angefangen hatten) hatten statt Farbton 24.18.24 die 24.18.18. Hier wurde für den Putz die gleiche Farbe wie für die Grundierung angemischt. Also wurden die falschen Eimer ins Malerauto eingeladen, um diese gleich morgen früh umzutauschen, damit es weiter gehen kann. Und wieder einmal: Am Ende wird alles gut…

Apropos: Auch das Thema Bodenfliesen für Wohnzimmer und Küche nahm ein gutes Ende. Nachdem sogar der Fliesenleger Herr Schlegel uns über Frau Bölck eine Musterfliesen mit ähnlicher Optik hat zukommen lassen, mussten wir feststellen, dass es keine Alternative zu unserem Wunschmodell gibt. Also wollten wir Frau Bölck schon anrufen und mitteilen, dass wir statt schlechter Alternative lieber warten. Doch überraschenderweise rief der Fliesenhandel Atala am letzten Mittwoch an, um sich für das Missverständnis zu entschuldigen. Die Fliesen sind nun doch lieferbar und sollen zum 11.4. – also rechtzeitig – geliefert werden. Wir freuen uns darauf, sie endlich in unserem Wohnzimmer zu sehen. Das „Missverständnis“ bleibt uns trotzdem unerklärlich – entweder sind Fliesen lieferbar oder nicht.

Die fiesen Fliesen

WZ-Fliese in Holzoptik (im Vergleich mit anderen Farbfliesen)
WZ-Fliese

Nachdem wir zuletzt die nächsten Wochen durchgeplant hatten, kam in der vergangenen Woche die Hiobsbotschaft, die unsere Pläne über den Haufen wirft: Die schon im Dezember ausgesuchten Fliesen für Wohnzimmer und Küchenbereich werden in dem gewünschten Format 30×120 cm nicht mehr produziert, wie wir am Dienstag erfahren mussten. Also haben wir die Variante mit 20×120 cm akzeptiert, um am Freitag erfahren zu müssen, dass diese Größe derzeit weder vom Händler noch vom Hersteller aus Italien lieferbar ist – wann sie wieder kommen sollen ist unklar. In knapp zwei Wochen sollte gefliest werden…
Es ist ja nun nicht so, dass wir unsere Fliesenwünsche schon vor drei Monaten an Schilf&Bölck weitergegeben haben. Der Fliesenleger wurde leider erst vor zwei Wochen aktiv und nun haben wir das Dilemma mit der Bestellung. Wir sind gestern nochmal durch vier Fliesenläden auf der Suche nach einer Alternative marschiert. Kein anderes Modell hat uns optisch, qualitativ noch preislich überzeugt, so dass wir letztlich zum Schluss gekommen sind zu warten, bis es unsere Wunschfliese wieder gibt. Zur Not ziehen wir in ein Haus ohne gefliestes Wohnzimmer, bevor wir uns mit einer nun zwangsweise getroffenen Entscheidung zufrieden geben.

Ein anderes Kapitel ist dafür abgehakt: Die Couch für das Wohnzimmer wurde bestellt. Für das gleiche Modell Candy Broadway waren hier Preisunterschiede bei den Händlern von rund 40% zu beobachten. Am Ende machte Möbelhof das beste Angebot und das bei kostenfreier Anlieferung. Die Couch haben wir übrigens auf Abruf bestellt – wir wissen ja nicht, wann das Wohnzimmer fertig ist (s.o.). Am Plan, am Wochenende 21./22.5.2011 umziehen, halten wir erst einmal fest.

Gedanklich gehen die Planspiele für die Ausstattung und Farbkombinationen weiter, andere Neuanschaffungen (bzw. Geschenke) liegen auch schon bereit verbaut/aufgestellt zu werden: Briefkasten, Hausnummerleuchte, Rauchmelder, Memoboards.

Nachbessern!

Das Haus trocknet erfreulicherweise auch ohne Bautrocker mit der Heizung und durch regelmäßige Lüftung gut aus. Deckenbereiche im Obergeschoss und Stellen im Keller sind noch feucht.

Gestern wurden die Arbeiten der Maler an der Aussenfassade begutachtet. Fazit: Nacharbeiten! Bei Sonnenschein waren deutliche Unebenheiten im Armierungsputz zu sehen, so dass auch Frau Bölck leicht davon zu überzeugen war, dass die Maler hier nochmal drüber müssen. Auch im Innenbereich ist es Aufgabe der Maler, die ein oder andere Unebenheit auszugleichen. Ebenso wurde über eine Lösung zum Anbringen der Kellerlichtschächte diskutiert – nach jetzigem Stand sind sich Lichtschacht und Dämmung im Sockelbereich im Weg. Also muss hier die Dämmung in diesem Bereich ausgeklinkt werden.

Die Trockenbauer haben Anfang der Woche die Decken im OG beplankt und die Vorwände in den Bädern, Lüftung und Leitungswege verkleidet. Im Wohnzimmer wurde die gewünschte Miniwand für das geplante Ablagefach hinter dem Schornstein gestellt. Mit ein paar Einlegeböden hat man hier Platz für CDs und sonstiges.

Ein Blick von Susann in die bereitstehende Badewanne am letzten Wochenende war Gold wert: Es war zwar vom Namen COSIMA her die richtige, von der Form aber die falsche Wanne. Montag angerufen und Dienstag wurde die Körperformwanne in die richtige Mittelablaufwanne getauscht. Die Klempner wollten heute Dusche und Wanne fertig montieren.

Kommende Woche sollen die Zimmerer die Dachunterschläge vollenden und die Putzer nehmen sich der dann hoffentlich ebenen Fassade an. Wenn diese fertig ist, kann auch die Rüstung verschwinden.

Heizung läuft, Gaszähler rennt

Solarkollektor
Heizungseinstellung
Heizung
Lüftung
Solarkollektoren auf dem Dach montiert
Solarkollektoren

Seit dieser Woche muss man nun im Haus nicht mehr frieren: Die Heizung und die Solarkollektoren wurden geliefert. Nachdem Montag der Gaszähler eingebaut wurde, konnte Dienstag gleich die Heizung angeschlossen werden und läuft nun im „Estrichprogramm“, um das Haus zu trocknen.

Mangels fehlenden Abwasseranschlusses muss sich das Restwasser aus der Heizung erst mal mit einen Bottich benügen, der täglich geleert werden muss.
Ebenso wurde die Hebeanlage im Keller installiert und die Lüftung mit Rohren für das anfallende Kondenswasser „verkabelt“. Heute wurden auf dem Dach auch die Solarkollektoren zur Warmwasseraufbereitung aufgebaut.

Die Maler sind dabei, außen die Armierung für den Putz anzubringen und waren heute bei der dritten von vier Wänden.

Die nächsten Termine für Trockenbau, Fliesenleger (mit dem wir letzten Samstag die genauen Absprachen getroffen haben) stehen fest – die Anzahl der ausstehenden Gewerke wird immer übersichtlicher 😉

Leitungen über Leitungen [Update]

In Bangkok verlaufen die Straßen übereinander – gleiches gilt für die diversen Leitungen im Fußboden in unserem Haus. Nun sind auch die Lüftungs- und Wasserleitungen verlegt worden. Drumherum wieder Dämmung, so dass sich ein richtiges Straßensystem gebildet hat. In einigen Räumen waren auch schon die Klemmschienen für die Heizungsrohre am Boden fixiert.

Weiteres im Kurzdurchlauf:

  • Lüftung im Keller wurde mangels Platz und notwendiger Biegungen an anderer Wand als geplant montiert, aber okay. Lüftungsleitungen im Haus sind komplett.
  • Neue Kernbohrung vom Keller ins EG für Heizung/Wasser notwendig, dabei Träger in Decke angebohrt – Problem für Statik ist noch in Klärung.
  • In der Küche liegt lediglich ein Kaltwasseranschluss mit nicht entkalktem Wasser. Für den Geschirrspüler muss noch eine weitere Leitung, die sich aus der Entkalkungsanlage speist, verlegt werden.
  • Sonstige Wasserleitungen sowie Heizungsleitungen zu den Verteilern komplett
  • Montageelemente WC/Waschbecken sowie Vorwand Dusche im Bad oben vorhanden

Freitag soll der Rest fertig sein, so dass der Estrich kommen kann.

[Update 27.02.2011:] Zum Wochenende waren auch die Heizungsleitungen im kompletten Haus verlegt. Das oben genannte Statikproblem durch die Kernbohrung ist nach Inaugenscheinnahme durch den Statiker wohl keines, da der Träger nur „angekratzt“ wurde. Der zusätzliche Wasseranschluss für den Geschirrspüler wurde einen Tag nach Meldung auch verlegt. Beim HKV im Keller fehlt noch der Dämmstreifen, bevor Dienstag der Estrich kommen soll.
Die Wandabmauerung der Dusche im Bad lässt nach derzeitigem Stand keinen Platz für die geplante Aussparung. Hier sollte eigentlich neben der Armatur eine Aussparung von 30×40 cm entstehen, die zu Ablage für Duschgel, Haarwäsche etc. genutzt werden soll. Vielleicht ist der derzeitige Stand aber nur provisorisch.

Alle hinzugekommenen, neuen Bilder sind im Beitrag vom 20.02. zusammengefasst.